Praxis Cornelia Klemenz, KJP

                    

Für Pflege-/AdoptivFamilien

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Pflege-/Adoptivkinder verhalten sich oft anders

Bedingt durch ihre besondere Situation als nicht leibliche Kinder, die oft zusätzlich eine traumatische Historie hinter sich haben, entwickeln sich diese Kinder nicht nur emotional in einem unterschiedlichen Tempo  zu weniger belasteten Kindern, sondern auch die Gehirnentwicklung selbst verläuft anders.



Das Positive: Die Gehirnplastizität (das Gehirn verändert sich ständig) macht Veränderungen und Umlernen möglich. 



Das (Pflegekind)Dilemma

Pflege-/Adoptivkinder erleben häufig ein Dilemma; ein Dilemma, deutlich dargestellt durch diese Zeichnung aus dem Buch Herzwurzeln von Irmela Wiemann und Schirin Homeier.  


Diese Kinder wollen Sie gleichzeitig in ihr Herz hineinlassen und Sie eben so stark unbedingt außen vor lassen. Wenn Sie diese Kinder in Ihre Familie aufnehmen, erleben Sie unter Umständen sogar noch nach Jahren, dass Ihre Liebe nicht ausreicht, dass bewährte Erziehungs-methoden nicht fruchten, dass Ihre Kinder Sie beschimpfen, Geschwister schlagen, ohne Scheu lügen, in Wut alles zerschlagen, etc. 

Alle diese Verhaltensweisen sind aus Sicht des Kindes notwendige Schutzmaßnahmen, um überleben zu können. 

Ihre Kinder haben zwei Stammbäume

Entgegen vielen Meinungen kann die Ursprungsfamilie nicht einfach ausgelöscht werden. Sie ist ein wichtiger Bestandteil der Identität Ihres Kindes, das integriert werden soll. Dieser Integrationsprozess kann ein Leben lang andauern. 

Nehmen Sie es nicht persönlich

Sie sind oft die Leidtragenden, jedoch nur indirekt gemeint. Es sind die Verletzungen der Vergangenheit, die es Ihrem Kind in der Gegenwart erschweren eine vertrauensvolle Beziehung zu Ihnen einzugehen. 
Ein spezielles therapeutisches Programm
Sie haben selbst längst erfahren, dass die üblichen Methoden und Liebe allein nicht fruchten. Meine Praxis hat ein Therapieprogramm speziell ausgerichtet für die besondere Situation der Pflege- bzw. Adoptivkinder und Familien. (siehe auch Aufsatz von Borg-Laufs)
Sie als Bezugsperson werden  stark in diese Therapie Ihres Kindes mit einbezogen, so dass Sie Ihr Kind effektiv unterstützen können. Zur weiteren Unterstützung fInden in Abständen Workshops mit anderen Eltern und Bezugspersonen in ähnlicher Situation statt. 



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